Ereignisse des Jahres 2005
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
20. Januar 2005:
Meilenstein für den neuen" Sonnenhof"
Diakonie rechnet mit Baubeginn noch in diesem Jahr
Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Altenpflegeheim "Sonnenhof" in Gersthofen: Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat das Vorhaben "aus Gründen des Vertrauensschutzes" in die Liste jener Projekte aufgenommen, die doch noch vom Freistaat gefördert werden. Damit ist der Landkreis am Zuge, der 1,54 Millionen Euro bezuschussen soll. Nun gilt es, die letzten Steine aus dem Weg zu räumen, damit noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, so Reinhard Wemhöner vom Diakonischen Werk.
Ein Ersatz für den bestehenden "Sonnenhof" im Gersthofer Stadtteil Batzenhofen beschäftigt den Träger, das Diakonische Werk, seit dreieinhalb Jahren. "Außer einem Modell haben wir bisher aber nichts", bedauert Wemhöner. Doch nach dem Signal aus der CSU-Landtagsfraktion sollte das Projekt noch heuer in Angriff genommen werden können.
Der Weg war bisher für das Diakonische Werk mit vielen Hürden versehen. Bauend auf die Förderrichtlinien des Kreises war für das ursprünglich auf 12 Millionen Euro taxierte Altenpflegeheim ein Zuschuß von 23010 Euro pro Platz vom Kreis eingeplant gewesen, also insgesamt 2,778 Millionen Euro.
Gegen den Widerstand von Landrat Dr. Karl Vogele, der keinen Zuschuß aus der Kreiskasse gewähren wollte, boxte die CSU-Fraktion insgesamt 1,54 Millionen Euro durch (198000 Euro pro Platz). Aber nur für 78 Plätze, wie es sie bisher im alten "Sonnenhof" gibt. Die Diakonie dagegen will im Neubau in Gersthofen-Süd (nahe der Autobahn) 108 Plätze errichten, weil dies eine wirtschaftlich sinnvolle Größe sei.
Die Stadt Gersthofen wird weitere 733590 Euro zuschießen, wodurch sich der kommunale Zuschuß auf 2277990 Euro summiert. Dies ist Voraussetzung, damit der Zuschuß des Freistaates in gleicher Höhe fließt. Kommt er oder kommt er nicht - darüber wurde im Herbst 2004, als eigentlich schon die Baumaschinen auffahren sollten, heftig diskutiert. Und das Diakonische Werk präsentierte eine abgespeckte Version, wodurch sich die Kosten auf knapp 9 Millionen Euro reduziert haben. Allerdings war stets unklar, ob der Freistaat den Bau von Altenheimplätzen weiter fördern wird.
Strehle hat Änderung erstritten
"Keine Förderung, auch nicht für Sanierungen und Ersatzbauten" war die Vorgabe, mit der das Kabinett in die Klausurtagung der CSU-Fraktion in Wildbad Kreuth gegangen ist. Dies rief den entschiedenen Widerstand der Landtagsabgeordneten hervor, allen voran Max Strehle (Deubach), Johannes Hintersberger (Augsburg) und Reinhold Bocklet (Fürstenfeldbruck). Strehle ließ sich Argumentationshilfe aus dem Landratsamt in Form der alten Beschlüsse faxen. Und konnte erreichen, daß "aus Gründen des Vertrauensschutzes" Neubauten, Ersatzneubauten, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen unter bestimmten Prämissen gefördert werden, auch wenn zum Beispiel "verbindliche Aussagen über die kommunale Mitförderung durch Beschlüsse der kommunalen Gebietskörperschaften" vorliegen. Wobei Mitte März 2004 wohl der Stichtag sein war. Zwar soll die Fraktion darüber erst noch nach Prüfung durch die Staatsregierung Ende Februar entscheiden, aber Strehle hat bereits die Zusage des Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, Manfred Ach, in der Tasche: "Du bist dabei."
Landkreis jetzt am Zuge
Wenn der Freistaat A gesagt hat, muß der Landkreis, der bereits B gesagt hat, zu seinem Wort stehen. Dies kann für Landrat Vogele (er war gestern nicht zu erreichen) und die Finanzexperten des Kreises zu einem Problem werden. Im Etat 2005 zumindest ist kein Zuschuß vorgesehen. Sollte die Diakonie allerdings erst im Herbst mit dem Bau beginnen, dann dürfte der Zuschuß nicht vor 2006 abgerufen werden müssen. Unklar ist derzeit auch, wann die Gelder vom Freistaat fließen.
DER ALTE SONNENHOF
Der "Neubau" wird verschwinden

Der alte Sonnenhof in Batzenhofen (Gersthofen) ist bereits verkauft worden, über Investor und Kaufpreis schweigt sich die Diakonie aus. Laut Vorstand Reinhard Wemhöner wird der so genannte "Neubau" (errichtet 1947) abgerissen, da dieser aufgrund seiner Bauweise in einem sehr schlechten Zustand sei. Der übrige, viel ältere Teil steht unter Denkmalschutz und bleibt erhalten.
Wie der alte "Sonnenhof" künftig genutzt wird, konnte oder wollte Wemhöner nicht sagen - dies sei Sache des Erwerbers. Klar sei nur eines: kein Pflegeheim.
21. Januar 2005:
Manchmal steht einen ganzen Monat lang nichts über Batzenhofen und Umgebung in der Zeitung, dann gbt es gleich drei Berichte an einem einzigen Tag:

St. Wolfgang, Rettenbergen
Die Filialkirche Sankt Wolfgang im Gersthofer Stadtteil Rettenbergen zeigt sich nach der gründlichen Innen- und Außenrenovierung (samt Turm) in den vergangenen zwei Jahren im neuen Glanz. Zum Wolfgangsfest am 30. Oktober 2004 war das große Werk vollendet. Das Gotteshaus stammt aus der Zeit um 1675. Außen über dem Eingang findet sich eine Figur des Namenspatrons, die um 1500 datiert wird.

Bald Start für Umgehungen
Batzenhofen: Start 2005
Lichtblick für Hirblingen: Bis 2008 könnte die Kommune vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Und auch Batzenhofen bekommt eine Umgehung. Begonnen werden soll noch in diesem Jahr.
Beispiel Hirblingen: In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres soll die Planfeststellung für die Trasse laufen. Die Route führt südwestlich an Hirblingen vorbei. Baubeginn könnte dann 2007, die Fertigstellung 2008 sein. Im Lauf dieses Jahres sollen die Bürger im Rahmen einer Versammlung über die Planung informiert werden.
Beispiel Batzenhofen: Im Herbst 2005 wird voraussichtlich Start der Baumaßnahme sein. Die Umgehung ist 1,3 Kilometer lang und kostet rund 1,7 Millionen Euro. In dieser Summe sind die Kosten für einen Geh- und Radweg enthalten. Die Stadt Gersthofen wird die Projekte zunächst selbst bezahlen und bekommt dann vom Freistaat 70 bis 80 Prozent der Kosten zurück.


Deffner verspricht Bürgerbeteiligung
Neues zu Umgehungen für Hirblingen und Batzenhofen
Noch in dieser Legislaturperiode - sprich bis 2008 - sollen die Bagger anrücken, um die Hirblinger von dem erdrückenden Durchgangsverkehr zu befreien. Allerdings nur, "wenn alles optimal läuft", wie Gersthofer Bürgermeister Siegfried Deffner bei der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend vorsichtig einschränkte. Gleichzeitig versicherte er, daß die Planung nicht über die Bürger hinweg durchgezogen werden soll. In Batzenhofen, so hofft Deffner, könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau der Umgehung begonnen werden.
Gespräche mit Vertretern des Augsburger Straßenbauamtes seien recht vielversprechend verlaufen, betonte Deffner. Und so könnte der Fahrplan für die Hirblinger Ortsumgehung aussehen: Im zweiten Halbjahr 2006 erfolgt die Planfeststellung für die südwestlich des Ortes verlaufende Trasse. Dann wäre ein Baubeginn 2007 denkbar. Zuvor jedoch sollen die Hirblinger zu Wort kommen. Vorgesehen ist in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres - eventuell bei einer Bürgerversammlung -, über die Planung zu unterrichten und Anregungen aufzunehmen.
Nicht so lange warten müssen aller Voraussicht nach die Einwohner Batzenhofens. Die bekannte Deffner-Formel "wenn alles gut geht, können wir im Herbst 2005 anfangen" ist unverändert gültig. Zusammen mit einem Geh- und Radweg werden die Kosten für die 1,3 Kilometer lange Umfahrung des Dorfes mit gut 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Umgehungen sollen schließlich verknüpft werden. Daß der Baubeginn für beide Vorhaben absehbar ist, liegt in erster Linie daran, daß Gersthofen erstmals das bayernweite Straßenbauprogramm "Sonderbaulast" nutzen will. Es sieht vor, daß die Stadt in "Vorleistung" geht und das Projekt zunächst vollständig finanziert, obwohl der Freistaat für den Bau von Staatsstraßen zuständig ist. Später oder bereits während der laufenden Arbeiten zahlt das Land dann 70 bis 80 Prozent der Kosten in Tranchen an Gersthofen zurück.
16. Februar 2005:
Metzgerei Rößle, Batzenhofen
Die Metzgerei Konrad Rößle, Sebastianstraße 9 in Batzenhofen, wurde bei der 23. f-Qualitätsprüfung des Fleischerverbandes Bayern von Georg Schmid, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, für folgende Produkte ausgezeichnet:
  • Paprikafleischwurst
  • Lechtaler Nußschinken schwarzgeräuchert
  • 25. Februar 2005:
    CSC erst im Endspiel gestoppt
    Frauenfußball: Batzenhofen-Hirblingen scheitert im Siebenmeterschießen
    Mit einem 7:5-Sieg nach Siebenmeterschießen gegen den CSC Batzenhofen- Hirblingen verteidigten die Fußball-Frauen des TSV Schwaben Augsburg II ihren im vergangenen Jahr erspielten Titel des "Schwäbischen Hallenkreismeisters Nord".
    Der CSC Batzenhofen traf im ersten Gruppenspiel auf den Landkreis-Rivalen FC Horgau, den man durch Tore von Anna Kohout und Steffi Mayer mit 2:1 besiegen konnte. Die zweite Begegnung gegen den SV Wagenhofen endete mit einem 1:0-Erfolg, den Annika Friedl sicherstellte. Nachdem man gegen den SV Donaualtheim 0:2 verlor, musste man im Halbfinale gegen den Sieger der Gruppe l, den SV Bayerdilling, antreten. Hier war es dann Anna Kohout vorbehalten, den einzigen Treffer der Partie zu erzielen. Der Einzug ins Finale war perfekt. Im zweiten Halbfinale bezwang der TSV Schwaben Augsburg II den SV Donaualtheim mit 2:0.
    Im Endspiel kam es erneut zum Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Schwaben Augsburg II und dem CSC Batzenhofen-Hirblingen. Das gleiche Finale hatte es bereits in der Qualifikation gegeben. Für beide Mannschaften keine leichte Aufgabe. Trotz einer zweimaligen Führung durch Sandra Bühler und Anna Kohout konnte Schwaben jeweils den Ausgleich erzielen.
    So musste nach dem 2:2-Endstand und einer torlosen Verlängerung ein Siebenmeterschießen über den Hallentitel entscheiden. Dieses entschied dann der TSV Schwaben Augsburg II mit 5:7 für sich.
    24. März 2005:
    Feuerwehrmänner üben den Ernstfall
    Im Flashover-Container werden gefährliche Situationen der Brandbekämpfung nachgestellt.
    Feuer in einem Wohnhaus. Die Feuerwehr will den Brand löschen. Durch Sauerstoffzufuhr wird das Feuer genährt, Rauch entsteht und trägt giftige Gase mit sich. Die Gase entzünden sich und plötzlich steht der gesamte Raum in Flammen. "Flashover" nennen Experten dieses Phänomen, das die Freiwillige Feuerwehr Gersthofen zurzeit in einem Flashover-Container nachstellt.
    "Unser Ziel ist es, dass die Feuerwehrmänner lernen, die Vorzeichen rechtzeitig zu erkennen und das Rauchgas mit möglichst wenig Wasser zu bekämpfen", erklärt Kommandant Wolfgang Baumeister. "Nebenbei werden sie mit ihrer Schutzkleidung vertraut gemacht." Immerhin 20 Kilogramm müssen Feuerwehrmänner bei einem Einsatz mit sich herumtragen: Hose und Jacke aus hitzebeständigem Material, eine Maske fürs Gesicht, Helm, Handschuhe und ein Atemschutzgerät mit Sauerstoffflasche.
    Insgesamt 48 Feuerwehrmänner aus Gersthofen und den Ortsteilen nehmen an der Ausbildung teil, die auf vier Tage verteilt ist. Zwei mal pro Tag wagen sich jeweils acht Auszubildende in den Flashover-Container, deutschlandweit die einzige mobile Einheit.
    Unter Anleitung eines Ausbilders lernen die Teilnehmer, ihre Schutzkleidung richtig anzulegen. Dann wird im Container ein Feuer entzündet, das von Brennholz und Spanplatten genährt wird. "Die Spanplatten enthalten Leim. So bilden sich die giftigen Gase, die heute bei fast jedem Wohnungsbrand entstehen. Bedingt durch Einrichtungsgegenstände, die beispielsweise aus Kunststoff sind", erklärt Baumeister. Ausbilder und Feuerwehrler müssen sich jetzt ducken, denn in den oberen Schichten ist die Hitze zu groß. Der Rauch wird immer dunkler. Mittlerweile sind an der Decke Temperaturen von bis zu 450 Grad erreicht. Die Spanplatten entwickeln Gase, die zu brennen beginnen. Flammen züngeln über den Köpfen der Feuerwehrmänner. Mit einem kurzen Wasserstrahl aus dem Schlauch kühlt der Ausbilder die Gase ab, das Feuer zieht sich zum Brandherd zurück. Nach 15 Minuten ist das Spektakel vorbei. Die Feuerwehrmänner verlassen den Container und löschen ihren Durst. Der Einsatz ist eine psychische und physische Belastung, zwischen zwei und drei Liter Wasser verliert der Körper.
    07. April 2005:
    Die Angst vor dem Wagnis einer Ehe
    Batzenhofer Pfarrjugend St. Martin spielt Schwank "Der Trauminet"
    Angst vor der Ehe - dass sich daraus durchaus amüsante Verwicklungen ergeben können, zeigt der Schwank "Der Trauminet". Die Pfarrjugend von St. Martin in Batzenhofen hat das Stück für ihre neue Theaterproduktion ausgewählt.
    Zweifellos ist die Eheschließung schon immer ein Wagnis gewesen, soll sie doch dem eigentlichen Sinn nach ein Leben lang halten. Schon immer hat man versucht, den Beteiligten die Eheschließung durch mancherlei Dreingaben schmackhaft zu machen. Im ländlichen Lustspiel von J. Gode "Der Trauminet" winkt für die Eheschließung mit einer Bauerntochter die Dreingabe eines stattlichen Bauernhofes mit 30 Hektar Grundfläche, Viehbestand und Startkapital in beträchtlicher Höhe.
    Natürlich ist an der Sache ein Haken, nämlich dass die schon etwas angejahrte Hoferbin Rosl Blachinger (gespielt von Silvia Gründler) nicht gerade den Typ einer Traumfrau darstellt. Trotzdem möchten der Wiesbergerbauer (Martin Kugelmann) und seine Ehefrau Mali (Kathrin Abbt) als Eltern des vorgesehenen Bräutigams Franz-Josef Wiesberger (Tobias Schneider) die Chance nutzen, ihren jüngsten Sohn endlich auch "versorgt" zu sehen.
    Der aber denkt anscheinend noch gar nicht ans Heiraten und geht lieber zum Fischen. In dieser schwierigen Situation soll Simmerl, der Altknecht am Wiesbergerhof (Martin Ehinger), dem "Trauminet" die Mitgift schmackhaft machen und über die Liebe, die Ehe und was sonst noch dazugehört "aufklären".
    Als dann alles für den Empfang der Braut vorbereitet ist, taucht plötzlich eine ebenso geheimnisvolle wie hübsche junge Frau namens Lucia (Claudia Ehinger) auf, die dringend den unfreiwilligen Bräutigam sprechen möchte. Diese Besucherin, die ebenso schnell wieder verschwunden ist, wie sie gekommen war, stürzt alle Beteiligten in große Verwirrung, was damit anfängt, dass Franz-Josef beim Anblick seiner für ihn auserkorenen Braut Rosl vor Schreck erst mal in Ohnmacht fällt....
    Wer den Ausgang der vergnüglichen Geschichte erfahren will, hat dazu am Freitag und Samstag, 8./9. sowie 15./16. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 10. und 17. April, um 19 Uhr im Pfarrsaal der Gemeinde St. Martin in Batzenhofen Gelegenheit. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn.
    info Karten im Vorverkauf sind bei Lebensmittel Haferland in Batzenhofen und jeweils nach den Sonntagsgottesdiensten im Jugendraum des Pfarrzentrums erhältlich. Selbstverständlich gibt es auch Karten an der Abendkasse.
    27. April 2005:
    "Tante Emma" gibt Post auf
    Batzenhofen: Laden akzeptiert Bedingungen nicht mehr und macht ohne Agentur weiter
    Etwas Wehmut vermischt mit Ärger über die Post - so fühlt sich Ilse Ostermeier, Chefin des Tane-Emma-Ladens, "Haferland" im Gersthofer Stadtteil Batzenhofen, mit Blick auf den nächsten Samstag. Ilse Ostermeier macht ab Mai ohne Postagentur weiter. "Ein neuer Vertrag hätte mir Einbußen von rund 40 Prozent beschert", begründet sie ihren Rückzug. Die Bedingungen seien nicht mehr akzeptabel gewesen. Ein Einzelfall? Oder folgen noch mehr Schließungen? Die Post versichert: Die Versorgung sei im Kreis zuletzt sogar besser als schlechter geworden.
    Das "Haferland" ist eine Institution in Batzenhofen. Vor zwei Jahren begingen Ilse Ostermeier und ihre drei Teilzeitkräfte das 50. Jubiläum. Ihre Mutter hatte den kleinen Laden 1953 gegründet, dort gab und gibt es fast alles, was man zum täglichen Leben braucht. 1996 kam noch eine Postagentur mit Postbank hinzu. Damals schloss die reguläre Postfiliale für immer ihre Pforten. "Es war am Anfang nicht einfach, sich in die neue Aufgabe hineinzufinden", erinnert sich die Geschäftsfrau. Dann lief es aber besser und besser, das Angebot wurde gut angenommen - schließlich waren die Öffnungszeiten im "Haferland" weit großzügiger als in der alten Postfiliale.
    Vergütungsystem umgestellt
    Vor zwei Jahren begann die Post, den Agenturen und Servicestellen flächendeckend neue Verträge vorzulegen - auch Ilse Ostermeier: "Ich hätte sehr gerne weiter gemacht, aber meine Berechnungen ergaben, dass ich unter den neuen Bedingungen 40 Prozent weniger im Jahr einnehmen würde - und das konnte ich nicht akzeptieren." Sie macht die Umstellungen der Entlohnung vieler Leistungen vom Provisionssystem auf eine Pauschalierung für ihr errechnetes Minus verantwortlich. Pauschalierung heißt, dass Leistungen, wie die Paketannahme mit einem Festbetrag vergolten werden. Eine Provision wird jeweils nach Anzahl der einzelnen Geschäftsvorgänge berechnet. Sie unterschrieb den neuen Vertrag nicht - darauf kündigte die Post. Nach einer Kündigungsfrist von 24 Monaten endet nun das Vertragsverhältnis. Bekümmert ist sie darüber, dass sie eine ihrer drei Teilzeitkräfte nicht weiterbeschäftigen kann. Bewohner aus Hirblingen, Edenbergen und Rettenbergen gen müssen nun ihre Postgeschäfte in Gersthofen oder anderswo erledigen.
    Denn einen Alternativstandort in Batzenhofen sucht die Post nicht, sagt Sprecher Klaus-Dieter Nawrath. Er widerspricht aber Vermutungen, dass dem Beispiel Batzenhofen noch andere folgen könnten: "Es ist nicht richtig, dass die Umstellung bei der Bezahlung einiger Dienste auf Pauschalierung für alle Betreibe von Agenturen oder Servicestellen negativ ist. Einige werden davon eher profitieren", so Nawrath zu den neuen Verträgen. Als Beleg dafür führt er an, dass sich das Postangebot im Augsburger Land zuletzt sogar verbessert habe.
    Post: Angebot kreisweit verbessert
    Ohne die Agentur in Batzenhofen gebe es aktuell 40 Stellen im Landkreis. Das sind, wie es aus München heißt, unterm Strich zwei mehr als Anfang 2004: Neu hinzugekommen ist seitdem ein Post-Service bei Bobingen, eine Agentur in Langweid und ein Post-Service im Meitinger Ortsteil Herbertshofen.
    12. Mai 2005:
    Musikstücke von beeindruckender Tiefe
    Musikverein gibt Konzert in Batzenhofer Kirche
    Musik mit Tiefgang, die tief beeindruckt: Gut besucht war die Batzenhofer Pfarrkirche St. Martin beim Konzert des Blasorchester des Musikvereins Batzenhofen mit dem Stück "Jerusalem" mit dem das diesjährige Kirchenkonzert eröffnet wurde.
    In Würdigung seiner Verdienste für den Musikverein hatten die Instrumentalisten das Konzert dem unerwartet und plötzlich verstorbenen Ehrenmitglied Anton Kugelmann gewidmet. Pfarrer Josef Walser führte durch das Programm. In seinen Worten stellte er eine Verbindung her zum Ende des Krieges vor 60 Jahren.
    Ernste Themen
    Mit dem Chorsatz "Os Justi" (Mund des Gerechten) von Anton Bruckner wurde das Konzert fortgesetzt. Es folgte "Rememberance Day" von Jacob de Haan. In englisch-sprachigen Ländern erinnert dieses Stück an den Tag des Waffenstillstandes zum Ende des Ersten Weltkrieges.
    Ausdauer verlangt
    Besonders gefordert waren die Musiker mit "Second Suite in F" des englischen Musikers Gustav Holst. Größte Aufmerksamkeit und Ausdauer waren schon wegen der Länge der Komposition verlangt. Mit dem sakralen Werk "St. Thomas Choral" endete das knapp einstündige Kirchenkonzert.
    Der lang anhaltende Applaus zeigte, dass die Besucher von der Leistung des Orchesters stark beeindruckt waren und so konnte es nicht umhin, noch eine Zugabe zu geben. Mit "Guten Abend, gut Nacht" wurde dann auch das Publikum von den Musikern verabschiedet. Zum Schluss sang man noch gemeinsam das Marienlied "Segne du Maria".
    08. Juni 2005:
    Jugendtreffs in Bauwagen als Zankäpfel
    Heftige Diskussionen über ausrangierte Wagen bei Sitzung in Batzenhofer Mehrzweckhalle - Stadt nennt sie "illegal"
    Eigentlich, so sagt CSU-Stadträtin Ingrid Grägel, hätte es eine friedliche Runde werden sollen. Vertreter der Stadt Gersthofen waren am Montagabend "raus aufs Land" in die Mehrzweckshalle Batzenhofen gefahren. Ihr Vorhaben: die Jugendlichen fragen, was die Stadt für sie so tun könnte. Doch es kam anders. 50 aufgebrachte Jugendliche und ein Dutzend Eltern marschierten auf, hitzige Diskussionen folgten. Das Problem: die Treffs in den alten Bauwagen.
    Zwei dieser rollenden Häuschen stehen in der Umgebung von Hirblingen und Batzenhofen. Den genaueren Standort wollen die Jugendlichen nicht verraten: "Sonst schickt uns die Stadt gleich wieder die Polizei auf den Hals." Seit mehreren Jahren haben sich die Bauwagen als Treffpunkt etabliert. Gestrichen, PVC-Boden verlegt, Elektrik eingebaut - in Eigenregie haben die Jungen und Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren Hand angelegt. Schließlich absolvieren viele eine handwerkliche Lehre.
    Ein zweiter Jugendtreff ist für die Älteren zwischen 16 und 20 Jahren reserviert. Auch der 20-jährige Karl Abbt trifft sich dort mit Freunden: "Da spielt man halt Karten, hört Musik und redet." Ein Bier könne da schon auch mal getrunken werden, meinen alle. Doch was zunächst friedlich erschien, wurde in den letzten Jahren zum großen Zankapfel zwischen der Jugend vom Land und der Stadtverwaltung. Denn für die Stadt Gersthofen sind die Bauwagen schlichtweg illegal. Bürgermeister Siegfried Deffner sagte auf Anfrage unserer Zeitung: "Die sind unter keinem Aspekt zustimmungsfähig." Schließlich gehe es um die Sicherheit der Jugendlichen, die bei der jetzigen Situation in den Bauwagen nicht gewährleistet sei. Deffner zählt die Problemfelder auf: "Brandschutz, sanitäre Anlagen, unvorschriftsmäßig angeschlossener Strom."
    Unverantwortlich sei auch das Verhalten der Eltern, die diese Freizeitaktivitäten unterstützen: "Die vernachlässigen die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen." Deffner kann die Bauwagen nur gutheißen, wenn sie auf einem privaten Grundstück stehen, von den Eltern beaufsichtigt werden und eine Baugenehmigung vorliegt. Dies ist jedoch überhaupt nicht im Sinne der Jugendlichen und Eltern, wie bei der Veranstaltung in der Batzenhofener Mehrzweckhalle deutlich wurde.
    Die Fronten sind verhärtet. Ein Schreiben des Gersthofer Stadtjugendpflegers Markus Wolf an verschiedene Behörden, beispielsweise das Landratsamt, ließ die Emotionen hochkochen. In seinem Bericht verwendet Wolf unter anderem den Begriff "exzessiver Alkoholkonsum", der in den Bauwagen vorkomme. Dieser Brief war jedoch ein Irrläufer. Er landete bei Herbert Holzapfel, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hirblingen. Wie er an dieses interne Schreiben kam, das will er nicht sagen. Doch für einen regelrechten Aufruhr hat der Bericht, besonders die Vorwürfe über den ausufernden Alkoholgenuss, in Hirblingen und Batzenhofen gesorgt. Es sei ein völlig falsches Bild entstanden. Keiner würde nur herumlungern, so die Jugendlichen bei der Diskussion. Der Jugendpfleger habe sich gar nicht informiert.
    Polizei ist nichts bekannt
    Wolf sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass er mit der Polizeiinspektion Gersthofen über das Thema Bauwagen gesprochen habe. Daraufhin habe er dann den Bericht verfasst und an die Behörden weitergeleitet. Den Vorwurf, er habe sich nicht wirklich informiert, könne er nur bedingt nachvollziehen. "Ich war da draußen, habe aber keine Volltrunkenen gesehen." Seine Informationen habe er von verschiedenen Seiten, unter anderem von Eltern.
    Günther Hammer, seit April Leiter der Polizeiinspektion Gersthofen, ist zu dem Thema allerdings nichts bekannt. Vor zwei Wochen seien Beamten mit Vertretern des Jugendamtes raus gefahren, um nach dem Rechten zu schauen. "Da gab es nichts Gravierendes." Die Wogen zu glätten, das war in Batzenhofen kaum möglich. 50 Jugendliche und etwa ein Dutzend Eltern auf der einen Seite standen Vertretern des Stadtrates, der Verwaltung und des Jugendrates gegenüber. Nach dreistündiger lebhafter Diskussion einigte man sich schließlich darauf, einen runden Tisch zu organisieren. Vertreter von Stadt, Jugend und Eltern wollen nach einer Lösung suchen. Deffner allerdings sieht keinen Grund, weiter über dieses Thema zu verhandeln.
    17. Juni 2005:
    "Sonnenhof"-Pläne einen Schritt weiter
    Zuschuss des Freistaats für Pflegeheim-Neubau zugesagt
    "Eine gute Nachricht für Gersthofen", freute sich Bürgermeister Siegfried Deffner bei der Bauausschusssitzung am Mittwochabend. Denn mittlerweile liege von der Staatsregierung die Zuschusszusage für den Neubau des vom Diakonischen Werk betriebenen Batzenhofer Pflegeheims "Sonnenhof" vor.
    Wie berichtet, wurde lange darum gerungen, dass dieses Vorhaben vom Landtag noch in die Liste jener Projekte aufgenommen wird, die noch vom Freistaat gefördert werden. "Damit muss der Landkreis auch zu seinem Zuschuss stehen", forderte Deffner.
    Schon im Januar hatte der CSU-Landtagsabgeordnete Max Strehle, der sich in München für das Projekt eingesetzt hatte, angekündigt, dass noch Geld vom Freistaat fließen werde. Jedoch werde die Summe jetzt wohl erheblich geringer ausfallen, berichtete Deffner auf einen angekündigten Fördersatz von nurmehr 34 Prozent.
    Gegen den Widerstand von Landrat Dr. Karl Vogele, der keinen Zuschuss aus der Kreiskasse gewähren wollte, boxte die CSU- Fraktion 1,54 Millionen Euro durch. Das entspricht 19800 Euro für jeden der 78 bisherigen Pflegeplätze. Insgesamt sind im Neubau, der an der Ostend-/Roseggerstraße im Süden Gersthofens an der Autobahn entstehen und den maroden Pflegeheimbau in Batzenhofen ersetzen soll, 108 Plätze vorgesehen.
    Kosten zurückgeschraubt
    Die Stadt Gersthofen beteiligt sich nun mit 730000 Euro. "Da das Diakonische Werk den Bauplan überarbeitet und damit die Kosten zurückgeschraubt hat, dürfte das Projekt jetzt stehen", so Deffner weiter. Nun hoffe er, dass der Landkreis beim zugesagten Zuschuss bleibe und nicht analog zum Freistaat die Zahlung zurückfahre. "Schließlich wurden andere Heime gefördert", machte Deffner Gersthofer Ansprüche geltend. "Wir wollen keine Extrawurst, aber wir wollen gegenüber anderen Kommunen nicht benachteiligt werden." Jetzt hoffe er auf einen Baubeginn noch im September. "Das tut auch unserer Bauwirtschaft gut."
    25. Juni 2005:
    ,Schnappi' in der Schmutter? Suchaktion bleibt erfolglos
    Mit Elektrofischgerät nur Aale, Forellen und Hechte gefunden
    Von "Schnappi" immer noch keine Spur: Mit einem Elektrofischgerät haben sich Fischerei-Experten und die Polizei gestern Nachmittag auf die Suche nach einem vorgestern angeblich gesehenen "Krokodil" in der Schmutter gemacht - allerdings vergeblich.
    In dem seichten Gewässer auf Höhe von Batzenhofen und Hirblingen hatte es sich scheinbar ein Kaiman gemütlich gemacht - zumindest, falls sich die Aussagen eines Mannes aus Täfertingen bestätigen sollten. Er will gesehen haben, wie ein Kaiman aus dem Wasser hochgeschossen ist und sich eine Ente geschnappt hat.
    Waller können Enten verschlingen
    Glaubt man allerdings den Fischern, die fast täglich an diesen Stellen an der Schmutter ihrem Hobby nachgehen, so ist das gesichtete, riesige "Schnappi" kein Krokodil, sondern vielmehr ein Waller. "Waller können mehr als zwei Meter lang werden und sehen einem Kaiman sehr ähnlich", sagt Roland Paravicini vom Fischereifachverband des Bezirks Schwaben. Und sie könnten auch problemlos eine Ente verschlingen. Um entweder Schnappi aufzuspüren oder eben einen Waller, haben sich nun gestern die Experten mit einem Motorboot und einem Elektrofischgerät entlang der Schmutter aufgemacht. Auf einer Strecke von rund 500 Metern ließen sie eine mit etwa 350 Volt geladene Anode ins Wasser hängen. "Das betäubt alle Fische, lässt sie kurzfristig an der Oberfläche auftauchen und danach schwimmen sie wieder munter davon", erläutert Michael Staricha, Vorsitzender des l. Augsburger Anglerclubs. Die Suche an der Schmutter blieb bis zum Abend erfolglos: Kein Schnappi, kein Kaiman, kein Waller, nur ein paar Aale, Forellen und Hechte. Doch die Schmutter bleibt unter Beobachtung: "Die Fischer werden in nächster Zeit - vor allem nachts, wenn Schnappi normalerweise aktiv ist - besonders auf Ungewöhnliches achten", versichert Staricha.
    29. Juni 2005:
    Musikverein Batzenhofen besucht Aldeiner Schützen
    Mit auf die Reise zu den Freunden nach Aldein begaben sich Mitglieder der Musikkapelle Batzenhofen, Abordnungen der Freiwilllgen Feuerwehr Batzenhofen sowie des Soldaten- und Kameradenverein und der Pfarrei Batzenhofen. Die Freundschaft mit den Schützen in Aldein besteht schon seit nahezu 30 Jahren. Eine weitere Gruppe ließ es sich nicht nehmen, mit dem Rad zu dem 400 Kilometer entfernten Ort zu fahren. Alle trafen rechtzeitig zu Beginn des Festes ein. Früh aufstehen hieß es für die Musikkapelle aus Batzenhofen am Sonntagmorgen, denn sie hatten den Weckruf zu spielen. Zum Festgottesdienst erschienen zahlreiche Schützenkompanien aus der Umgebung. Auch die Batzenhofer Kapelle spielte dort zur Unterhaltung auf. Spontan sagten die Südtiroler zu, an dem 100. Jubiläum der Blaskapelle Batzenhofen im kommenden Jahr teilzunehmen.
    05. Juli 2005:
    Ja zu Sonnenhof ist Kreis 1,54 Millionen Euro wert
    Kritik am Freistaat, der nur noch 774500 Euro zuschießt
    Der Landkreis steht zu seinem Wort: Für den Bau eines Altenpflegeheimes in Gersthofen erhält das Diakonische Werk einen Zuschuss in Höhe von 1,544 Millionen Euro. Anders verhält es sich mit dem Freistaat: statt der beantragten 2,278 Millionen wird er lediglich 774500 Euro gewähren. Dennoch will die Diakonie den Ersatzbau für den alten "Sonnenhof" in Batzenhofen (Stadt Gersthofen) stemmen.
    Der "Sonnenhof" entspricht längst nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes Altenpflegeheim. Der Ersatzbau wird jetzt im Gersthofer Süden nahe der Autobahn errichtet. Baubeginn soll möglicherweise schon im Herbst sein.
    Über das Projekt war lange gerungen worden. Mit Blick auf die Finanzlage hatte Landrat Vogele zunächst den Kreiszuschuss abgelehnt, war dann aber von den Ausschüssen überstimmt worden. Während der alte "Sonnenhof" noch 78 Plätze hat, wird der neue aus wirtschaftlichen Grünen mit 109 gebaut, wobei der Kreis 99 Plätze bezuschusst.
    Bei der abschließenden Beratung gestern im Kreisausschuss waren sich alle Fraktionen einig. "Wir stehen so unserem Wort" betonten Dr. Walter Michale (CSU), Bernd Müller (SPD), Johann Häusler (FW/FDP) und Ursula Jung (Grüne). Kritik hagelte es dagegen am Freistaat. Er hatte das Vorhaben zwar noch in seine Förderliste aufgenommen, wegen der Fülle der Projekte aber den Zuschuss auf 34 Prozent des bisher üblichen gestutzt. In nackten Zahlen ausgedrückt: Statt der beantragten 2,278 Millionen Euro bekommt die Diakonie nur noch 7745000 Euro. Sicher ist der Zuschuss der Stadt Gersthofen in Höhe von 730000 Euro.
    Der Appell des Gersthofer Kreisrates Karl-Heinz Wagner (CSU) blieb nicht ungehört: "Ein klares Ja und die Diakonie kann beginnen." Sie hat dem Landkreis inzwischen signalisiert, dass sie den Neubau dennoch finanzieren kann. Sorgen, dass die Plätze in Gersthofen leer bleiben, hat Altenreferent Klaus Riehle nicht. Derzeit seien im Landkreis 56 Plätze nicht belegt, vor allem im Bereich Dinkelscherben und Zusmarshausen. Noch vor wenigen Monaten lag der Leerstand bei 150 Plätzen. Die Bürger könnten damit erstmals eine Auswahl unter den Heimplätzen treffen.
    05. August 2005:
    100 Jahre - ein Jubiläum mit Planung
    Musikverein Batzenhofen vor dem großen Festjahr - Musikheim rechtzeitig erweitern
    Der Musikverein Batzenhofen feiert im kommenden Jahr vom Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli, sein großes Jubelfest. 100 Jahre Pflege der Blas- und Volksmusik, davon 50 Jahre als Musikverein, sollen Anlass genug für drei Tage voller Stimmung sein.
    Der Festausschuss hat wesentliche Details bereits festgelegt, einiges muss aber noch entschieden und in die Tat umgesetzt werden. "Dennoch sind wir voll im Zeitplan", gibt Barbara Lorenz, die erste Vorsitzende des Musikvereins, kund. Sie fiebert schon mit den Mitgliedern des Festausschusses und den Musikern den Jubeltagen entgegen. Auch das Musikheim soll noch rechtzeitig zum Fest erweitert werden, da mittlerweile der Probenraum zu klein geworden ist. Die Arbeiten, meist in Eigenleistung, sind inzwischen in vollem Gange.
    Der Ablauf des Festes steht bereits fest. So steht am Freitag, 21. Juli 2006, eine Jugendparty auf dem Plan. Der Samstag beginnt mit einem Standkonzert auf dem Kirchplatz. Anschließend findet im Zelt (Platz östlich des Musikheims) die offizielle Eröffnung durch den Schirmherrn, Bürgermeister Siegfried Deffner, statt.
    Erwartet werden auch Gäste aus Südtirol. Die Musikkapelle des Jubelvereins spielt am Abend zur Unterhaltung auf. Der Sonntag beginnt mit einem Weckruf. Ab 8 Uhr bereits werden die teilnehmenden Vereine und Musikkapellen empfangen. Um 9.30 fängt der Festgottesdienst an. Nach dem Mittagessen heißt es dann: Aufstellung zum Festumzug, bei dem traditionsgemäß Vereine aus nah und fern sowie örtliche Vereine zu den Marschklängen mehrerer Musikkapellen durch den festlich geschmückten Ort ziehen werden.
    Jubelkapelle spielt auf
    Auch an die Kinder ist gedacht. Ihr Programm beginnt mit einem Luftballonstart, weitere Aktivitäten für die Kleinen stehen im Anschluss daran auf dem Programm. Mit der Jubelkapelle Batzenhofen klingt dann am späten Abend ein hoffentlich gelungenes Fest aus.
    Der Festakt dazu findet bereits 14 Tage vorher in der Mehrzweckhalle statt. Hier war es gar nicht einfach, wegen der noch stattfindenden Fußballweltmeisterschaft einen geeigneten Termin zu finden.
    11. August 2005:
    Altenheim-Neubau: Jetzt soll alles schnell gehen
    Ersatzbau für "Sonnenhof" soll noch 2005 beginnen
    Die Gersthofer Bauverwaltung drückt mächtig aufs Tempo: Bereits am kommenden Mittwoch steht der Punkt "Neubau eines Altenpflegeheims" auf dem Programm des Bauausschusses, der um 18 Uhr zusammenkommt. Grund für die Eile: Es ist erklärtes Ziel, dass der Ersatzbau für das alte Diakonie-Pflegeheim "Sonnenhof" im Stadtteil Batzenhofen noch in diesem Jahr im Süden Gersthofens nahe der Autobahn in Angriff genommen werden soll.
    Nach einem zähen und zeitaufwendigen Hin und Her über die Finanzierung des nach aktuellen Schätzungen rund neun Millionen Euro schweren Projektes soll von jetzt an alles reibungslos laufen. Der Landkreis gab Anfang Juli seine definitive Zusage, das Vorhaben mit 1,544 Millionen Euro zu fördern.
    Noch immer nicht ganz verraucht ist der Ärger über den Freistaat Bayern, der statt der beantragten 2,278 Millionen Euro nur 774500 besteuert. Die Stadt Gersthofen ist mit 730000 Euro dabei.
    Wie groß die Eile ist, zeigt sich an dem Umstand, dass die Verwaltung wenige Tage vor der Ausschusssitzung noch auf Details zum Bauantrag des Diakonischen Werkes Augsburg wartet. Auf dem Grundstück Roseggerstraße/Ostendstraße soll ein Gebäudeensemble für 108 Pflegeplätze entstehen. Es gliedert sich in vier um ein Zentrum gruppierte, jeweils dreigeschossige Wohnhäuser (siehe Modell).
    Knapp zehn Meter hoch
    Das Hauptgebäude weist eine Länge von 50 Metern von Norden nach Süden auf, während die Ost-West-Ausdehnung der zwei kleineren untereinander verbundenen Häuser 16 Meter betragen soll. Knapp zehn Meter hoch ragen die dreigeschossigen Gebäude auf, deutlich niedriger ist ein im Norden auf 49 mal acht Meter situierter eingeschossiger Versorgungstrakt, der unter anderem die Küche beherbergen wird.
    Auf der Ostseite wird der Haupteingang zwischen Ostend- und Roseggerstraße angelegt - dort soll eine Verbindungsstraße für einen bequemen Zugang sorgen.
    Die Diakonie-Pläne weisen 25 Parkplätze aus, zwölf davon für Besucher reserviert. Laut Stellplatzsatzung der Stadt sind insgesamt 23 Parkplätze gefordert.           Tagesgespräch
    27. September 2005:
    CSC-Frauen liefern ein Remis der flotten Art
    Fußball: Batzenhofen-Hirblingen erreicht 4:4 in Alsmoos
    Mit dem SSV Alsmoos und dem CSC Batzenhofen trennten sich zwei sehr ausgeglichene Frauenfußball-Mannschaften in einer fairen Bezirksoberliga-Partie mit einem gerechten 4:4-Unentschieden.
    Die beiden Tabellennachbarn kamen mit ähnlicher Spielanlage zu ihren Chancen. Mit den Gedanken noch nicht ganz beim Spiel, wurde man bereits in der zweiten Minute mit einem Konter von Claudia Stocker zum 1:0- Rückstand überrascht. Von da an jedoch nahmen die CSC-Damen das Heft in die Hand und erspielten sich Möglichkeiten. In der 12. Minute passte Steffi Mayer steil in den Lauf von Melanie Lutsch, die ihre Schnelligkeit ausnutzte und überlegt zum Ausgleich einschob. Zehn Minuten später war es wieder Melanie Lutsch, die der Alsmooser Abwehr keinen Raum zum Klären ließ, per Kopf die Kugel wegspitzelte und erneut allein auf das Alsmooser Tor zugehen konnte. Dieses 2:1 hätte sie wenig später nochmals ausbauen können, doch diesmal scheiterte sie an der Keeperin.
    Nach einem CSC-Abwehrfehler (30.) fiel das Leder ausgerechnet einer Gästespielerin am Strafraum vor die Beine, die flach ins Eck abzog. Torhüterin Daniela Leiroutz konnte mit einer Glanzparade gerade noch klären. Alsmoos' Stürmerin Claudia Stocker glich in der 43. Minute erneut per Alleingang aus.
    Auch nach dem Wechsel, war die Torjägerin des SSV mit fairen Mitteln kaum zu halten. Im Strafraum gebremst, verwandelte sie den fälligen Elfmeter unhaltbar zur erneuten Führung (53.). In der 56. Minute kam Sandra Bühler nach einer Ecke von Annika Friedl frei zum Kopfball und markierte den 3:3-Ausgleich. Eine Viertelstunde später wurde eine SSV Ecke ein paar mal im Strafraum billardmäßig abgefälscht und landete als Eigentor im CSC-Gehäuse.
    Latte verhindert den Sieg
    Zwischenzeitlich musste Anna Kohout für Melanie Stimpfle, die verletzt ausschied, in die Liberoposition wechseln. Die Schlussoffensive der Gäste begann. Ein schön auf den Elferpunkt gezogener Freistoss von Katrin Böckels erreichte Steffi Mayer, die kurz vor der SSV-Torfrau am Ball war und diese zum 4:4 überlupfen konnte. Drei Minuten später wäre bei einem Lattentreffer von Lutsch sogar noch der Sieg drin gewesen. Alles in allem trennte man sich aber mit einem gerechten Unentschieden.
    Nächsten Sonntag hat man den Tabellenführer aus Türkheim zu Gast.


    20 Fußbälle vom DFB für den CSC Batzenhofen
    Preis beim DFB-Wettbewerb "Club 2006- Fifa-WM im Verein"
    Die Teilnahme beim DFB-Wettbewerb "Club 2006 - Die Fifa-WM im Verein" hat sich für den CSC Batzenhofen-Hirblingen in Form von 20 neuen Fußbällen gelohnt.
    Bei diesem Wettbewerb kann man durch diverse Veranstaltungen im Hinblick auf die WM 2006 in Deutschland Punkte sammeln und aus verschiedenen Preisklassen Gewinne zugelost bekommen. Der CSC befand sich von 3734 teilnehmenden Vereinen in ganz Deutschland mit 1441 Punkten auf dem 232. Platz und war damit im sogenannten "Silbertopf" der Auslosung. Nachdem man dort per Losentscheid gezogen wurde, bekam der Verein aus dem Schmuttertal von seiner Herren-Spielleiterin Gabriele Ullersberger ein Netz mit 20 nagelneuen Spielbällen ausgehändigt.
    Durch eine Vielzahl von Aktivitäten hat man sich die Punktezahl erarbeitet. So gestaltete der CSC unter anderem eine WM-Fahne, veranstaltete einen WM-Tag mit unzähligen Aktionen und nahm auch das DFB-Fußballabzeichen ab. Weitere Veranstaltungen sollen noch folgen, dass man im Jahr 2006 in den "Goldtopf" aufsteigt. Dort warten dann so attraktive Preise wie beispielsweise ein Freundschaftsspiel gegen den deutschen Topclub FC Bayern München.
    23. November 2005:
    Auf gut schwäbisch: Nix g'sagt isch g'lobt gnua
    Harmonische Bürgerversammlung für Gersthofer Stadtteile- Umfahrung Batzenhofen soll 2006 fertig sein
    Nix g'sagt isch g'lobt gnua" - so interpretierte der Gersthofer Bürgermeister Siegfried Deffner die spärlichen Anfragen bei der Bürgerversammlung für Batzenhofen, Edenbergen und Rettenbergen. Er nutzte die Gelegenheit, in der Batzenhofer Mehrzweckhalle vor rund 60 Besuchern den Fokus auf die Entwicklung der westlichen Stadtteile Gersthofens zu legen. Ein Schwerpunkt war dabei die Frage, wie es mit der Wertinger Straße in Batzenhofen weitergeht, wenn die Umgehung fertig ist.
    Deffners erklärtes Ziel bleibt es, die Batzenhofer Umfahrung noch 2006 für den Verkehr zu öffnen. Eine Chance, die in erster Linie besteht, weil die Stadt das Projekt in Sonderbaulast vorfinanziert.
    Gersthofen nutzt für Batzenhofen, aber auch für die später geplante Umfahrung Hirblingen, das bayernweite Straßenbauprogramm "Sonderbaulast" (wir berichteten). Es sieht vor, dass die Stadt in "Vorleistung" geht und das Projekt zunächst vollständig finanziert, obwohl eigentlich der Freistaat für den Bau von Staatsstraßen zuständig ist. Später oder bereits während der laufenden Arbeiten zahlt das Land dann 60 bis 80 Prozent - laut Deffner steht der genaue Satz noch nicht fest - der Kosten in Tranchen an Gersthofen zurück.
    Der Bürgermeister versicherte, dass die Bürger "rechtzeitig und eingehend" bei der Frage beteiligt werden, was nun mit der Straße innerörtlich geschieht, nachdem sie zu einer Gemeindestraße heruntergestuft worden ist - also Eigentum der Stadt wird. "Sie ist in einem eher schlechten Zustand. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder der Freistaat investiert vor der Übergabe noch etwas oder wir machen das und er beteiligt sich finanziell." Wenn dies geklärt sei, könne frühestens 2007 über Umgestaltung, beziehungsweise Rückbau der Straße gesprochen werden.
    Das zurzeit wichtigste Straßenbauprojekt in Edenbergen ist der Ausbau der Lindenbergstraße, der mit einer Verlängerung des Kanals einhergeht. Dort habe es, so Deffner, sehr ermutigende Gespräche mit den Anwohnern gegeben, die "bis auf eine Ausnahme" den Grundzügen des Konzepts zugestimmt hätten. Nach den Detailplanungen könnten die Bagger dort schon im Frühjahr 2006 anrollen.
    Schon lange beschlossene Sache ist die Schließung des Batzenhofer Seniorenheims Sonnenhof. Deffner wäre es "lieber gewesen, dass ein Neubau im Westen Gersthofens" möglich gewesen wäre, es hätte dort jedoch einfach an entsprechenden Flächen für das Projekt gefehlt.
    Einige Anfragen gab es dann doch. Ein Batzenhofer Bürger bat, noch einmal darüber nachzudenken, die unansehnliche Friedhofsmauer im kommenden Jahr - rechtzeitig zum Jubiläum des örtlichen Musikvereins - herzurichten. Deffner jedoch beharrte darauf, erst die Umfahrung abzuwarten, da die Mauer sonst durch den Dreck der Lastwagen schnell wieder in Mitleidenschaft gezogen werden würde.
    Kanäle auf Dichtheit prüfen
    Beruhigen konnte der Rathauschef Hausbesitzer, die sich durch ein Schreiben der Stadtverwaltung zum Nachweis der Dichtheit ihrer privaten Abwasserkanäle bis 2007 unter Druck gesetzt fühlten. Aktueller Stand sei, dass die Bürger damit bis 2015 warten könnten. Auf diese nun geltende Frist werde noch schriftlich hingewiesen. Deffner: "Warum sollen wir auf die Bürger mehr Druck machen als andere Kommunen. Bei der Prüfung und Ausbesserung der städtischen Kanäle sind wir allerdings schon sehr weit, während viele andere Städte und Gemeinden noch gar nichts gemacht haben."
    Bernhard Schinzel, Chef der Stadtwerke, wies daraufhin, dass Eltern aus den westlichen Stadtteilen Wünsche für die Fahrzeiten des geplanten Sammeltaxis an Samstagen und Sonntagen - genannt "Wintertraumexpress" - bei der Verwaltung unter Telefon (0821) 2491-481 anmelden können.
    21. Dezember 2005:
    "Heilige Nacht" bringt Hilfe für Pakistan
    Batzenhofer Frauenbund spendet
    Die "Heilige Nacht" von Ludwig Thoma, vorgetragen von Peter Eder, stand im Mittelpunkt einer Benefizveranstaltung des Katholischen Frauenbunds Batzenhofen.
    Die Westenddrfer Stubenmusik und der Kirchenchor Batzenhofen unter Leitung von Julia Schmid sorgten mit weihnachtlicher Musik für weitere Glanzpunkte an diesem Nachmittag. Rund 300 Besucher waren in die Pfarrkirche gekommen, um die im Jahr 1916 erschienene Weihnachtslegende zu hören.
    Spontaner Applaus
    Spontanen Applaus für alle Mitwirkenden gab es zum Schluss vom aufmerksamen und beeindruckten Publikum. Thekla Braun, die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Batzenhofen, bedankte sich bei allen Akteuren und Spendern. Das eingenommene Geld kommt Erdbebenopfern in Pakistan und der Kirchenmusik in der Pfarrei Batzenhofen zugute.
    28. Dezember 2005:
    "Hormon verlorener Jugend"
    Musikverein Batzenhofen führt den Einakter "D' Altweibermühl" auf
    "Das Hormon der verlorenen Jugend" - im Einakter "D'Altweibermühl" sollte dieses Mittel angeblich zur Verjüngung der Hofbäuerin beitragen. In der Mehrzweckhalle in Batzenhofen wurde aber nicht nur geschauspielert sondern auch musiziert. Präsentiert wurden dem Publikum am ersten Weihnachtsfeiertag bekannte Filmmusiken aus neueren und älteren Kinostreifen.
    Die Schülerkapelle durfte in diesem Jahr den Anfang machen. Erst ein Jahr spielen die Kinder zusammen, manche von ihnen sind erst sieben Jahre alt. "Es ist sehr schwer für die ganz Kleinen, spielbare Filmmusik zu finden", erklärte der Dirigent Andreas Meyer, denn meistens seien diese Stücke sehr anspruchsvoll. Und doch ließen sich zwei Lieder finden. Die Titelmelodie des Films "Star Wars" aus dem Jahr 1977 eröffnete den Abend. Gleichmäßig und schreitend ist diese Musik, die hauptsächlich mit der Lautstärke arbeitet. Aus dem Film "Sister Act - Eine himmlische Karriere" spielten die Schüler die wohl bekannteste Melodie "I will follow him". Dabei meisterten die 17 Musiker die langsameren Passagen genauso selbstsicher wie die schnelleren. Zum Schluss ihres Auftritts gaben sie eine ganz besondere Zugabe: Die Titelmusik zu " 7 Zwerge - Der Film".
    Nicht ohne Titanic-Hit
    "My heart will go on" aus dem bewegenden Kinofilm "Titanic" stellte einen Höhepunkt der Darbietungen der Jugendkapelle dar. Catharina Zimmermann übernahm hier das Solo auf dem Alt-Saxophon - und spielte sehr konzentriert.
    "Das Dschungelbuch" mit seinen bekannten Melodien bildete einen weiteren Glanzpunkt. So erlebten die Zuschauer den fröhlich-militärischen Marsch der Elefanten, das einschläfernde Hypnoselied der Schlange Kaa, das fröhliche "Probier's mal mit Gemütlichkeit" von Balu.
    Zum Abschluss gab die Jugendkapelle mit "Pink Panther meets Familie Feuerstein" wieder ein Lied voller Gegensätze zum Besten. Auf der einen Seite stand die langsame, sehr ruhige Melodie des Pink Panthers. Auf der anderen Seite folgte die schnelle und fröhliche Musik der Familie Feuerstein. "Ich schau dir in die Augen, Kleines" ist wohl der berühmteste Satz aus dem Film "Casablanca". Nicht weniger berühmt ist das Lied "As time goes by". Diese ruhige, fast schon jazzige Nummer wurde von der Musikkapelle präsentiert.
    Das Finale bildete ein Medley aus den Titelmusiken der James-Bond-Filme. Dieses sehr anspruchsvolle Stück meisterte die Kapelle mit Bravour und spiegelte eindrucksvoll die Spannung der Kinostreifen wieder. So erklangen bekannte Melodien wie "Goldfinger" und "For your eyes only".
    Als Zugabe folgte der sehr rhythmische Marsch aus "Die Brücke am Kwai". Hier wurde nicht nur gespielt, sondern entsprechend dem Original mitgepfiffen und gesungen. Dazu passend wurden Filmszenen an die Wand projiziert.
    Abschluss des Programms bildete der Einakter "D'Altweibermühl". Das Stück handelt von einem Ehepaar, welches schon 40 Jahre verheiratet ist. Der Hofbauer mit seinen 60 Jahren wünscht sich eine jüngere, lebenslustigere Frau. Zu dumm, dass es in der Realität "D'Altweibermühl" nicht gibt, wo die Frauen alt hineingehen und jung herauskommen. Doch der Doktor hat eine Lösung parat: "das Hormon der verlorenen Jugend".
    Da es ein solches Mittel in Wirklichkeit gar nicht gibt, lässt der intelligente Arzt seine Nichte die verjüngte Hofbäuerin spielen. Diese stellt hohe Ansprüche: Sie will ein neues Kopftuch, Kleid und zuletzt auch noch Nylonstrümpfe. Der Hofbauer hat schon bald genug von seiner "neuen" Frau, gesteht dem Doktor seinen Fehler und bekommt schließlich seine Frau wieder. Peter Eder hatte das Stück mit acht Musikern der Musikkapelle einstudiert. Das amüsante Stück im bayerischen Dialekt war liebevoll inszeniert und bildete den Höhepunkt des gelungen Abends.
    Die Datumsangaben beziehen sich, falls nicht anders vermerkt, jeweils auf das Erscheinen des betreffenden Artikels.
    Die Texte sind teilweise gekürzt und mit Kommentaren versehen. Alle Angaben ohne Gewähr.



    zurück zur Übersicht