Ereignisse des Jahres 2018
 
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember
 
09. Januar 2018:
30 Kinder segnen die Häuser
Zum Dreikönigstag zogen die Ministranten und zahlreiche weitere Kinder nach dem Festgottesdienst in der Kirche St. Martin in Gruppen als die Heiligen Drei Könige los in die Häuser der Pfarrei in Edenbergen, Rettenbergen und Batzenhofen. Mehr als 30 Kinder, Jugendliche und deren Begleiter waren unterwegs. Dort wünschten sie den Familien Gottes Segen zum neuen Jahr und schrieben nach altem Brauch den Segensspruch an die Tür: 20 * C + M + B * 18, Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus. Dabei sammelten sie für Kinder in Indien, damit arme und Not leidende Kinder ein Zuhause und zu essen haben und in eine Schule gehen können.
 
 
15. Januar 2018:
Gersthofen feiert seine Retter
Neujahrsempfang Jeden Tag sind ehrenamtliche Helfer in der Stadt im Einsatz. Dafür gab es gestern ein dickes Dankeschön - und einen Ausblick in die nahe Zukunft
  Sie sind da, wenn es ernst wird - und das freiwillig: 260 aktive Feuerwehrleute und 85 Rot-Kreuz-Retter gibt es in Gersthofen und sie sind buchstäblich jeden Tag im Einsatz. Ihre Leistungen hat die Stadt beim gestrigen Neujahrsempfang besonders gewürdigt. Vor mehreren Hundert Gästen in der Stadthalle holte Bürgermeister Michael Wörle die Helfer von Rotem Kreuz und Feuerwehren in ihrer Kluft auf die Bühne und forderte die Gäste auf: "Wenn sie einen Uniformierten sehen, klopfen sie ihm ruhig mal auf die Schulter und sagen Danke."
  Die Arbeit der Retter wurde mit kleinen Imagefilmen ebenso vorgestellt wie die der Helfer des Freiwilligenzentrums in Gersthofen, die sich sehr um die Integration von Flüchtlingen bemühen, indem sie zum Beispiel Sprachkurse geben und eine Kleiderkammer betreiben. Auch der Bürgerempfang gestern Vormittag wäre ohne Freiwillige so nicht über die Bühne gegangen. Für die richtige Stimmung und die passende Musik sorgten die Faschingsgesellschaft Lechana und das Jugendorchester Gersthofen - Schwäbische Bläserbuben.
  Zudem verlieh Wörle auf Beschluss des Stadtrats die Bürgermedaille in Bronze an Maria Reißner. Sie war fast drei Jahrzehnte lang beim zweitgrößten Sportverein der Stadt Kassiererin. Von 1980 bis 2017 wachte sie beim CSC Batzenhofen-Hirblingen über die Finanzen und musste in den ersten Jahren die Mitgliedsbeiträge noch persönlich und in bar entgegennehmen. Aufwendig war zudem die finanzielle Abwicklung der vielen Um- und Ausbauvorhaben des Vereins.
  Rathauschef Wörle nützte gestern die Gelegenheit, um die Grundzüge der städtischen Politik in der nahen Zukunft zu umreißen. Dabei kündigte er für die kommenden Jahre ein "noch nie da gewesenes Investitionsprogramm" mit einem Umfang von 120 Millionen Euro an. Die finanzstarke Stadt wolle Schulen und Kindergärten sanieren, den lang erwarteten Bahnhofsumbau starten und in die Lebensqualität ihrer Bürger investieren.
  Zentrale Herausforderung in Wörles Augen ist das für Gersthofen vorhergesagte Bevölkerungswachstum. Bis zu 31.000 Einwohner seien möglich. Doch ob es tatsächlich so viele werden, habe die Stadt durch die Ausweisung von Baugebieten ein Stück weit selber im Griff. Der Rathauschef betonte: "Mir geht es um ein gesundes Wachstum." Die Menschen sehnten sich nach Orten zum Wohlfühlen und deshalb werde Gersthofen auch an seiner Lebens- und Aufenthaltsqualität arbeiten.
  Vier Punkte sind in den Augen des Bürgermeisters für dieses Ziel wichtig. So müssten für eine wachsende Zahl von Familien Angebote in der Kinderbetreuung da sein, es müsse entsprechende Freizeitangebote geben. Eine weitere große Herausforderung sei die Wohnungspolitik, sagte Wörle mit Blick auf die steil steigenden Mieten und Immobilienpreise in der Region. Und schließlich sei Mobilität ein großes Thema. Wörle will hierzu im kommenden Jahr in Gersthofen eine breite Diskussion anstoßen.
  Unter dem Stichwort "Stadt entwickelt Mobilität" sollen sich Gersthofen und andere Kommunen Gedanken Machen, mit welchen Rezepten sie den Verkehr der Zukunft gestalten wollen. Den Anfang soll am Montag, 19. Februar, eine große öffentliche Diskussionsveranstaltung in der Stadthalle machen, zu der neben vielen Experten auch Landrat Martin Sailer in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Verkehrsverbunds AVV erwartet wird.   Gestern war Sailer ganz einfach als Landrat beim Neujahrsempfang der zweitgrößten Stadt des Landkreises, die als Wirtschaftszentrum noch größere Bedeutung hat. Gersthofer Betriebe bieten mehr als 12.000 Arbeitsplätze, die Stadt belegt damit innerhalb des Landkreises einen Spitzenplatz. Sailer ging in seinem Grußwort auf den Begriff "Heimat" ein. Dazu gehöre auch, dass die Heimat ausreichend Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten biete, sagte Sailer und verwies auf den geplanten Neubau des Gersthofer Paul-Klee-Gymnasiums. Dieser solle spätestens 2021 beginnen.
 
 
06. April 2018 (my heimat gersthofen):
Erneut Ehrungen beim VSKV der Pfarrei Batzenhofen
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14. April 2018:
13 Kommunionkinder in Batzenhofen
Die Kommunionkinder aus der Pfarrei St. Martin Batzenhofen mit dem Pfarrer Siegfried Hutt kamen in der Pfarrkirche St. Martin der Nachbargemeinde Gablingen zur Kommunion, da die Batzenhofer Kirche derzeit renoviert wird und daher der Platz sehr eingeschränkt ist. Freundlicherweise ermöglichte die Gemeinde Gablingen das Kommunionsfest in ihrer Kirche.
 
 
27. April 2018:
Batzenhofen hat wieder ein Storchenpaar
Frühling Die Vögel brüten offenbar auf dem Horst bei der alten Mühle. Ein Gebäude mit langer Geschichte
  Batzenhofen ist wieder ein Storchendorf: Auf dem vor sechs Jahren errichteten Storchenhorst haben sich nun zwei dieser Zugvögel niedergelassen. Die Mühle ist neben der Kirche eines der ältesten Gebäude im Gersthofer Stadtteil Batzenhofen und dürfte mit ihren über 700 Jahren wohl der älteste ununterbrochen existierende Gewerbebetrieb Batzenhofens sein.
  Schon seit mehreren Generationen im Besitz der Familie Schaflitzel, hat die Mühle noch heute eine Sägemühle, die Lohnschnittarbeiten durchführt, aber auch Holzhandel mit Brettern, Balken und Latten betreibt. Der Mahlbetrieb wurde 1970 eingestellt, doch das 1948 erbaute Getreidesilo für 250 Tonnen mit dem überlebensgroßen Bild des heiligen Christopherus an der Nordseite ist noch immer in Betrieb.
  Gut sechs Jahre ist es mittlerweile her, dass Dorfschmied Robert Sailer beauftragt wurde, auf dem Dach dieses Silos den Unterbau für ein Storchennest zu errichten, erinnert sich Franz Xaver Köhler. Um die verzinkte Stahlkonstruktion an Ort und Stelle zu hieven, war schweres Gerät erforderlich.
  Zunächst wurde das Nest von den durchziehenden Störchen weitgehend ignoriert, obwohl die Umgebung der direkt an der Schmutter gelegenen Mühle feuchte, wasserreiche Wiesengründe mit genügend Insekten, Fröschen und Mäusen bieten würde.
  Im Jahr 2017 ließen sich Köhler zufolge bereits einige Tage lang Störche auf dem Nest nieder, doch die Freude darüber war zu früh: Es kam nicht zur Brut, das Nest blieb leer, die Enttäuschung war groß. Und als sich dann in den letzten Tagen der ersten Aprilwoche 2018 erneut die weißen Gesellen im Nest zeigten, und bald darauf erste Fotos gelangen, bat der Mühlenbesitzer verständlicherweise, nicht über ungelegte Eier zu berichten, was man in diesem Fall ruhig wörtlich nehmen kann.
  Das Nest wurde also weiter beobachtet. Da beim Weißstorch beide Eltern brüten, das Nest aber auch in der zweiten Aprilwoche immer einmal wieder verlassen war, musste weiterhin davon ausgegangen werden, dass noch keine Eier im Gelege waren. Am Ende der dritten Aprilwoche schien es dann, als hätte das Brutgeschäft begonnen. Doch da das Nest wegen seiner hohen Lage nicht eingesehen werden konnte, war noch immer keine wirklich sichere Aussage möglich. Anfang der vierten Aprilwoche gestattete Pater Siegfried Hutt auf Anfrage sofort, den in Mühlennähe gelegenen, 35 Meter hohen Turm der Kirche St. Martin als Beobachtungsposten zu beziehen.
  Doch selbst der einstündige Aufenthalt im Bereich der zugigen Turmkuppel brachte kein eindeutiges Ergebnis: Als sich der offensichtlich brütende Storch kurz erhob und eine Aufnahme durch das Teleobjektiv gelang, ist auf dem Foto zwar etwas zu erkennen, bei dem es sich um Storcheneier handeln könnte, da durch ein Gitter fotografiert werden musste aber nicht mit hundertprozentiger Sicherheit. Das Nest wurde allerdings während der ganzen Beobachtungszeit nie verlassen und von der kurzen Fotogelegenheit abgesehen hat sich der Storch kein zweites Mal erhoben. "Das sollte als Indiz für die Brut ausreichend sein", so Köhler weiter.
 
 
09. Juni 2018:
Tischler steigen der Kirche aufs Dach
Sanierung Die Holzbalkenkonstruktion in St. Martin im Gersthofer Stadtteil Batzenhofen wird saniert. Das Gebälk der Dachkonstruktion aus dem 18. Jahrhundert hat sehr gelitten
  Zügig voran gehen die Sanierungsarbeiten in der Kirche St. Martin in Batzenhofen. Derzeit wird der marode Dachstuhl erneuert - was noch einige Monate in Anspruch nehmen wird. Das ist mittlerweile der zweite Bauabschnitt. Denn wie berichtet, wurde zuvor bereits der wankende Turm mit neuen Fundamenten stabilisiert und auch sonst saniert.
  Die im Jahr 2017 abgeschlossene Turmsanierung hat insgesamt 530 000 Euro gekostet. Akten des bischöflichen Ordinariats aus dem Jahre 1676 besagen, das Gotteshaus St. Martin in Batzenhofen sei "eines der schönsten im ganzen Kapitel".
  Nach Meinung des Bistumsforschers Dr. Alfred Schröder bestand in Batzenhofen bereits seit der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts eine dem beliebten Kirchenheiligen der Franken St. Martin geweihte Kirche, die älter ist als das Stift St. Stephan in Augsburg. Nachweislich stand sie im Jahr 969 auf dem Gelände des Meierhofes.
  Der gotische Altarraum mag um 1500 entstanden sein. Der Chor und die drei Untergeschoße des Turmes sind aus jener Zeit noch erhalten. Von 1717 bis 1720 erstand ein neues barockes Langhaus.
  Aus dieser Zeit stammt auch der dringend sanierungsbedürftige Dachstuhl. Bei einer Standsicherheitsprüfung wurden hier eine Vielzahl von Fäulnisstellen und unsachgemäßen Altreparaturen festgestellt, die noch heuer behoben werden müssen. Im November 2017 wurde daher aus Sicherheitsgründen ein Innengerüst aufgestellt, wozu die ebenfalls dringend sanierungsbedürftige Orgel abgebaut werden musste. Anschließend erfolgte der Aufbau des Außengerüsts. Aufgrund der günstigen Temperaturen konnte im Innenraum eine "Musterachse" angelegt werden, das heißt, in einem Streifen im Kirchenschiff wurden die möglichen Varianten der Reinigung von Decken-und Wandflächen sowie der Fresken getestet und mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt.
  Sobald es die Temperaturen im Frühjahr zuließen, wurde das Kirchendach geöffnet und mit den Zimmererarbeiten begonnen, die voraussichtlich fünf bis sechs Monate dauern werden. Vor Beginn dieser Arbeiten wurde in Eigenleistung das alte Balghaus der Orgel nebst dem Gebläse abgebaut. Das offene Dach wurde auch genutzt, um die Teile für das neue Balghaus, in Eigenleistung in der Werkstatt der Schreinerei Rößle gefertigt, in einer Ecke des Dachbodens einzulagern. Hierbei war im wahrsten Sinn des Wortes "Millimeterarbeit" zu leisten.
  Wenn die Zimmererarbeiten im Chor und Hauptschiff fertiggestellt sind und das Dach wieder geschlossen ist, wird mit den Arbeiten an der Raumschale begonnen. Die Fertigstellung ist, falls keine unerwarteten Probleme auftreten, für den Dezember vorgesehen. Parallel zu diesen statischen Maßnahmen werden Arbeiten an den Glocken und der Läuteanlage, die Erneuerung der Elektrik, der Einbau einer Sitzbankheizung, die Begasung des Innenraumes zum Schutz der Altäre und Figuren vor dem Holzwurm und der Orgelneubau vorgenommen.
  Finanziert wird das Projekt einerseits durch Spenden der Gemeindemitglieder, andererseits durch großzügige Zuschüsse der bischöflichen Finanzkammer und der Stadt Gersthofen. Auch der Landkreis Augsburg, der Bezirk Schwaben und das Landesamt für Denkmalpflege tragen das Ihre dazu bei. Die Fertigstellung der Orgel ist für den Sommer 2019 geplant. Einen erheblichen Teil der bisher auf 860 000 Euro geschätzten Kosten tragen hierbei die rund 120 Mitglieder des im Juli 2008 gegründeten Fördervereins "Orgelfreunde St. Martin der Pfarrei Batzenhofen". Auch von der Stadt Gersthofen liegt eine Zuschusszusage vor. Der Rest muss durch Spenden von Gemeindemitgliedern finanziert werden.
  Mit all diesen Maßnahmen soll erreicht werden, dass "eines der schönsten Gotteshäuser im ganzen Domkapitel" weiterhin der Mittelpunkt der spendenfreudigen Pfarrgemeinde St. Martin bleiben kann.
 
Der eine oder andere aufmerksame Leser stößt sich wahrscheinlich am Wort "Tischler" in der Überschrift. Diese journalistische Freiheit hat sich die Zeitung genommen, auch wenn in unserer Gegend das Wort "Zimmermann" gebräuchlich ist. Viel schlimmer ist jedoch die Aussage, die Orgelfreunde würden einen erheblichen Teil der bisher auf 860 000 Euro geschätzten Kosten tragen. Diese Falschinformation wurde drei Tage später richtig gestellt, siehe unten.
 
 
12. Juni 2018:
So stimmt's
Orgelfreunde beteiligen sich an Instrumentkosten
Die rund 120 Mitglieder des im Juli 2008 gegründeten Fördervereins Orgelfreunde St. Martin der Pfarrei Batzenhofen tragen, anders als im Artikel über die Sanierung des Dachstuhls von St. Martin berichtet, lediglich einen Großteil der Kosten für die Orgelerneuerung, die etwa 240 000 Euro kosten wird. Die Gesamtkosten für den Bauabschnitt 2 plus die Orgelerneuerung belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro.
 
 
Die Datumsangaben beziehen sich, falls nicht anders vermerkt, jeweils auf das Erscheinen des betreffenden Artikels.
Die Texte sind teilweise gekürzt und mit Kommentaren versehen.
Rechtschreib- und Grammatikfehler wurden der Authentizität wegen weitgehend aus den Zeitungstexten übernommen.
Alle Angaben ohne Gewähr.


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