700 Jahre Mühle Batzenhofen - Teil 1


Weshalb eine eigene Seite für die Mühle in Batzenhofen? Nun, der Titel dieser Seite ist Teil der Antwort: Das Mühlengebäude ist neben der Kirche eines der ältesten am Ort. Ihre Geschichte ist daher untrennbar mit der Geschichte Batzenhofens verbunden. Zweitens ist das Mühlenanwesen auch heute noch der größte Batzenhofener Gewerbebetrieb, obwohl kein Korn mehr gemahlen wird, denn das Sägewerk ist so gefragt wie eh und je.
Die Familie Schaflitzel, seit mehreren Generationen im Besitz der Batzenhofener Mühlenanlage, hat Gustav Guisez beauftragt, die wechselvolle Geschichte der Mühle zusammenzutragen und in Buchform aufzubereiten. Das 1992 erschienene Buch "700 Jahre Mühle Batzenhofen" gab Anregung zu dieser Seite.

Nach diesem Buch ist die "älteste aller deutschen Mühlen die im Sachsenwald stehende und anno 1248 erbaute Grandermühle. Etwas später, um 1272, wurde die bei Bruchhausen, auch im Sachsenwald, dahinträumende Klostermühle von den Mönchen geschaffen. In Augsburg, am Inneren Stadtgraben beim Vogeltor, wo als Symbol für die vergangene Idylle der einstigen zehn Stadtmühlen sich noch ein Mühlrad im Wasser dreht, bleiben nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene gerne stehen, um das durch Naturkraft angetriebene Relikt aus alter Zeit gebührend zu bewundern. Namen wie Kreßlesmühle, im Stadtbuch erstmals 1276 urkundlich erwähnt, Pfladermühle, Bischofsmühle, uns als Belzmühle bekannt, um nur einige zu nennen, hatten einen guten Klang und sind mit der Geschichte der einstigen freien Reichsstadt und dem heutigen Augsburg eng verwoben."
Unsere mächtige, seit 1390 urkundlich erwähnte Batzenhofener Mahl- und Sägemühle dürfte der älteste ununterbrochen existierene Gewerbebetrieb Batzenhofens sein. Gustav Guisez erklärt weiter "Andere Mahl- und Sägemühlen, an Zusam, Schmutter oder Schwarzach angesiedelt, sind die Ziemetshauser Mühle, Elmischwang-Mühle, Rücklenmühle bei Gabelbach, Deubacher Mühle, Sägemühle von Horgauergreuth, Kreppen-Mühle, Gailenbacher Mühle, Wollbacher Mühle, Klostermühle von Holzen und Oberschönenfeld und noch vieIe andere. Manche dieser Betriebe arbeiten noch, einige sind einem anderen Zweck zugeführt, viele aber sind untergegangen, verschwunden in ihrer morbiden Schönheit. Die Bilder der Erinnerung an sie sind verblaßt, zurück bleibt die Trauer über die Vergänglichkeit eines Berufszweiges, von dem 1947 noch über 16500 Betriebe bestanden, die aber heute auf rund 2500 durch das große Mühlensterben in Deutschland zurückgegangen sind. So muß man leider sagen, daß die bescheidene, romantische Bauernmühle, welche als Mahl-, Öl-, Schleif- und Sägemühle in jedem Ort unserer Heimat dominierte, nun nicht mehr besteht. Großmahlbetriebe und Sägewerke haben ihr bis auf wenige kleine Mahl- und Sägemühlen den Todesstoß versetzt. "Sic transit gloria mundi..." Allein Ortsnamen wie Mühlbach, Mühlen, Mühlhausen, Mühlbogen, Mühlenreute, Mühlgrün usw. erinnern uns an sie, genauso wie die Personennamen Müller, Miller und Molinar."
1288 wird die Batzenhofener Mühle erstmals indirekt urkundlich erwähnt: Hartmann Langenmantel lieferte einen Verwandten in die vor den Toren Augsburgs gelegene Leprosenhütte von St. Servatius ein. Hierbei erfuhr er, daß auch ein "Millner" (Müller) aus Batzenhofen wegen seines unheilbaren Siechtums hier "ausgesetzt" worden sei. Dieselbe Langenmantel-Chronik erwähnt 1347 den Batzenhofener Müller Maier, bei dem sich jeden Winter nach der Wolfsjagd der Augsburger Domherr Engelhard von Enzberg seine durchfrorenen Knochen wieder aufwärme.
Das älteste Güterverzeichnis von St. Stephan, dem Batzenhofen früher angehörte, stammt von 1401. Darin sind 7 Anwesen beschrieben: Der große Meierhof, vier ansehnliche Bauernhöfe, die Schmidhofstatt und die Mühle. Ab 1472 lenkte Michael Müller das Geschick des Batzenhofener Mühlenanwesens, das 1488 an Lenhart Traiger ging. Um diese Zeit gab es in Batzenhofen bereits 22 Feuerstätten. Im selben Jahr riß das Schmutterhochwasser das Wasserrad der Mühle und die Wehranlage mit sich fort, was aufwendige Reparaturarbeiten für den Besitzer bedeutete.
1501 trat Georg Müller in die Fußstapfen seiner Vorfahren. Sein Bruder Mathias kehrte im selben Jahr in der Hirblinger Taverne ein und bekam dort wegen einer Nichtigkeit mit dem angetrunkenen Hirblinger Blasius Rott Streit. Rott wurde daraufhin aus der Wirtsstube unsanft ins Freie gesetzt und rächte sich, indem er Mathias Müller auf dessen Heimweg überfiel und dessen Kopf mit einem Stein so schwer verletzte, daß dieser auf der Stelle verstarb. Seine Tat wurde zwar offenkundig, jedoch nicht weiter verfolgt. Erst als 1532 die Gerichtsordnung eingeführt wurde, mußte sich der Totschläger vor Gericht verantworten. Das Strafmaß mutet in heutiger Zeit sehr eigentümlich an: Am Ort des Geschehens mußte der Übeltäter ein steinernes Sühnekreuz aufstellen. Ferner mußte er in der Batzenhofener St. Martinskirche fünf Seelenmessen lesen lassen. Neben weiteren derartigen Sühnemaßnahmen mußte er Pilgerfahrten nach Einsiedeln, Santiago de Compostela und Rom durchführen, die schriftlich bestätigt werden mußten. Außerdem hatte er an die Verwandten eine Strafe von 500 Gulden zu zahlen. Das Sühnekreuz stand lange neben dem alten Batzenhofener Feuerwehrhaus bei der Kirche. Nach dem Abriß wurde das noch heute erhaltene Oberteil bei der "Granat" an der Einfahrt zum Mühlenhof aufgestellt. Heute dominiert es den Vorgarten des jungen Sägemüllers. Ab 1506 bewirtschaftete Ulrich Kenlin das Mühlengut. 1529 erwähnt die Chronik Hans Dedeler als Müller. Anno 1559 war ein hoher Gast, nämlich Kaiser Ferdinand I. in Batzenhofen zur Wildschweinjagd zu Gast. Ein riesiger Eber mit wilden Hauern griff das Pferd des Kaisers an, der edle Mann stürzte wehrte sich aber entschlossen mit der Saufeder gegen die Bestie. Als diese entzwei brach, wurde der Herrscher von einem Angehörigen der Mühle gerettet, in dem dieser dem waidwunden Tier mutig mit seinem Hirschfänger den endgültigen Todesstoß versetzte. Nachdem Hans 40 Jahre lang Inhaber der Mühle gewesen war, übernahm 1569 Heinrich Dedeler den Hof. Nur ein einziges Jahr war es 1593 Peter Hippeler vergönnt, Eigner der Mühle zu sein, die bereits 1594 an Ulrich Krauß ging.
1600 überfielen die Räuber Jos Birnscheeler und Jakl Mozet des Nachts den braven Müllersmann und hingen ihn an den Beinen auf, um ihm das Versteck seiner Gulden abzuringen. Er kam zwar mit dem Leben davon, zurück blieb jedoch eine Hüftgelenksverletzung, die ihn zeitlebens hinken ließ. 1626 ging der Mühlenhof vom Vater an den Sohn Hans Krauß. 1632 erreichte der dreißigjährige Krieg die Batzenhofener Mühle: Schwedische Dragoner plünderten die Mühle völlig aus und setzten anschließend den "roten Hahn" aufs Dach. Der Müller konnte zwar das Schlimmste verhindern und den Brand löschen, Wasser war ja genug vorhanden, doch nun kehrten Hunger, Krankheit und Not in die Mühle ein. 1633 kamen die Schweden zurück und trieben erneut ihre grausamen Späße mit dem Müller, der sich jedoch seiner Stricke entledigen konnte und im gerade aufsteigenden Schmutternebel vor seinen Verfolgern Rettung fand. Dennoch sah es so aus, als hätte der Krieg den Sieg über das Mühlengut davongetragen. Die Anlage verödete, ein Schmutterhochwasser tat ein übriges. Der harte Winter 1635/36 ließ viele Batzenhofener sterben und der folgende naßkalte Sommer brachte eine arge Hungersnot. 1650 wurde der schwer angeschlagene Mühlenbetrieb von Andreas Müller übernommen. 1658 wird als Müller Wolfgang Wüsbeck erwähnt, 1659 taucht erstmals der Name Welzhofer im Zusammenhang mit der Batzenhofener Mühle auf. Marx Welzhofer wurde jedoch trotz seiner Bärenkräfte nicht mit der schwierigen Hinterlassenschaft fertig, die der 30jährige Krieg der Mühle auferlegt hatte, und mußte aufgeben. 1666 besteht Kaspar Freywagen, seines Zeichens Zimmerermeister, die Mühle, die er 1669 um ein Sägewerk erweiterte. Da bereits eine Mahlmühle, Ölmühle und Gerbgang vorhanden waren, konnte der risikobereite Unternehmer nun eine "viergängige Mühle" sein eigen nennen. 1679 trat Heinrich Freywagen für kurze Zeit in seines Vaters Fußstapfen, doch bereits 1680 ging das Mühlenanwesen an Matthäus Fischer. Allerdings war auch diesem das Glück nicht hold. Nachdem einem seiner Sägeknechte das zerspringende Sägeblatt das Gesicht weggerissen hatte, konnten weder Bader, noch Pfarrer mehr helfen. Auch der Müller selbst sollte keines natürlichen Todes sterben: Als der Nachbar seine Kuh zum Decken brachte, ging der mächtige Bulle des Müllers auf denselben los und nahm ihn todbringend auf die Hörner. So sollte Martin Müller ab 1687 zu einer prägenden Gestalt für die Mühle werden. Auch dieser wurde nicht von Schicksalsschlägen verschont. Als eine Viehseuche ihn zum armen Mann machte, zogen sich seine bisherigen Freunde, die Stammtischbrüder, Holzkäufer und Mehlhändler von ihm zurück. Nur mit Hilfe seines Schwiegervaters konnte er den Hof halten, ja sogar weiter ausbauen. Allerdings scheint der Müller ob dieser Sorgen zum Trinker geworden zu sein, denn im Strafbuch des Stiftes ist erwähnt, daß Martinus Müller von der Batzenhofener Stiftsmühle wegen Trunkenheit zu einem Tag Frondienst für Kirche und Stift verdonnert wurde.
1701 ging der Mühlenbetrieb an Jakob Fleiner. Die Schmutter begrüßte den neuen Müller mit einem Hochwasser. Korn und Mehl verdarben, die Bretter des Holzlagerplatzes verschwanden im Strudel der Fluten. Jakob Fleiner sah sich daher 1702 erheblichen Schwierigkeiten gegenüber: Die Ölmühle mußte reaktiviert und erweitert werden, die Folgen des Wasserschadens galt es zu beseitigen. Eine schwere Aufgabe für den einäugigen Müller, dem als Kind eine Ratte das Augenlid angefressen hatte, worauf er auch das Auge verlor. Im spanischen Erbfolgekrieg (1701 - 1741) kam es am 19.09.1703 bei Biberbach zu einer Schlacht zwischen Kaiserlichen und Franzosen. Die Batzenhofener Mühle wurde von französischen Reitern requiriert, die Mehlvorräte beschlagnahmt. Eine Schmiergeldzahlung an den Leutnant bewahrte die Mühle vor dem Schlimmsten. Die Truppen zogen ab und machten beim "Schloßbauer" in Hirblingen Quartier. Als das nächste Mal Husaren in den Hof einritten, stellte sich der Müller mutig entgegen, was ihm zwei Armbrüche und ein gebrochenes Schlüsselbein einbrachte. Sein rechter Arm blieb für immer steif. Beim Bau des Batzenhofener Pfarrhofs anno 1705 lieferte Fleiners Sägemühle jedoch bereits wieder das benötigte Bauholz in bester Qualität. In die Reihen derer, die den Mühlenbetrieb weiter ausbauten, reiht sich Andreas Schwaigert nahtlos ein, der das Anwesen 1716 erwarb. 1718 ereignete sich auf dem sonst so ruhigen Mühlenhof ein Kapitalverbrechen: Der Mahlknecht Franz Breda überfiel die Kleinmagd Maria Heichele, als diese Wasser aus der Schmutter schöpfte. Er verging sich an ihr und ermordete sie, um seine Missetat zu vertuschen, entging jedoch nicht dem Schwert des Henkers zu Burgau, dem Batzenhofen damals unterstellt war. Im selben Jahr zog sich der Müller bei Arbeiten in Wasser und Eis so starke Erfrierungen an den Fußsohlen zu, daß seine Beine trotz Notoperation durch den eilends herbeigerufenen Augsburger Schneid- und Wundarzt Dr. Schmidt brandig wurden und der Müller unter großem Wehklagen verstarb. So kam es, daß 1719 zum zweiten Mal der Name Welzhofer in der Geschichte des Mühlenhofs auftaucht: Thomas Welzhofer heiratete in die Mühle ein und durfte 1720 das ganze für den Neubau und die Erhöhung des Chores der Batzenhofener Kirche benötigte Bauholz liefern. 1731 wurde das heutige Wohnhaus erbaut. 1745 zogen erneut Truppen durch das Schmuttertal und plünderten alles, was ihnen in Batzenhofen unter die Finger kam. 1775 fand der Mühlenbetrieb in Joseph Welzhofer erneut einen neuen Besitzer. Offensichtlich gingen die Geschäfte gut, denn Joseph Welzhofer kaufte 1777 für seinen Sohn Augustin die Gablinger Mühle, die immerhin aus Mahl-, Öl- und Sägemühle bestand, nebst Behausung, 2 Städeln, Stallung, Backkuchl, Hofraitung (Hofraum) und Wurzelgärtel. Hinzu kam Grundbesitz und Viehbestand. Der erstgeborene Sohn hingegen, Bartholomäus Welzhofer, wandte sich dem Studium der Theologie zu und so konnte 1781 in Batzenhofen eine feierliche Primiz begangen werden. 1789 bekamen die Batzenhofener mit M. Antonia Freiin von Welden eine neue Regentin, die ihre seit 1747 regierende Schwester M. Beate von Welden ablöste. Als das Mühlenanwesen 1790 durch Anton Welzhofer von seinem Vater übernommen wurde, waren wieder einmal waren die verbrieften Abgaben hierfür ans Kloster zu entrichten. 1792 fiel Joseph Welzhofer beim Abladen ein Stamm auf den Fuß. Eine Blutvergiftung oder Wundbrand kam hinzu und er Müller verstarb am 19. November. Im August 1796 ritten erneut bewaffnete Truppen in den Mühlenhof ein. Diesmal waren es österreichische Dragoner, die sich vor den Truppen Napoleons auf dem Rückzug befanden. Wenige Tage später ritten die Franzosen in Augsburg ein und so ritten alsbald französische Husaren in die Mühle ein, ergriffen vom Wohnhaus Besitz und forderten Speis und Trank. Zwar war nach einigen tagen der ganze Spuk wieder vorbei, doch die ganzen Hafer, Korn- und Mehlvorräte, aber auch Lebensmittel und andere transportable wertvolle Dinge waren verschwunden. Immerhin hatten die "Gäste" darauf verzichtet, ihre Dankbarkeit durch ein kleines Abschiedsfeuerchen auszudrücken.
1800 bekam die Äbtissin des oberhalb der Mühle gelegenen Damenstifts St. Stephan Besuch von Prinzessin Maria Kunigunde von Sachsen, die, durch eine Klosterstickerei aufmerksam geworden, der Pfauenzucht der damaligen Müllerin Thekla Welzhofer Einen Besuch abstattete. Da die Müllerin gerade hochschwanger war, versprach die Prinzessin die Gevatterschaft für das Kind zu übernehmen. Die Taufe der kleinen Maria wurde somit zu einem großen Ereignis, das kleine Mädchen mit der Prinzessin als Taufpatin verstarb jedoch schon einen Tag danach. Doch noch heute findet man auf dem Mühlengelände die farbenprächtigen Pfauen, die immer wieder auch das Altenheim Sonnenhof aufsuchen, als wüßten Sie, daß ihre Vorfahren hier den Stiftsdamen als Stickereimotiv gedient hatten. Der erstgeborene Sohn der Welzhofers, nach dem Vater Anton genannt, fiel 1807 bei Großgloggau als Angehöriger der bayerischen Truppen, die an der Seite von Napoleon I. stritten, im Kampf gegen die Preußen. Der andere Sohn, Johann Georg, erwarb 1820 die Mahlmühle von Hainhofen. Johann Welzhofer verstarb 1861, seine 1833 geborene Tochter Anna heiratete den Brauer Sebastian Riegele, der die alte Augsburger Brauerei "Zum goldenen Roß" erwarb. Dieses Roß ziert noch heute das Wappen der Augsburger Brauerei Riegele, zu dessen Stamm-Mutter die schöne Anna aus der Batzenhofener Mühle wurde. Bei der Säkularisation 1802/03 wurde auch der Damenstift St. Stephan enteignet und die Mühle fiel an das Kurfürstentum bzw. Königtum Bayern. Am 2. Aug. 1812 wäre die kleine, 10jährige Carolina Welzhofer fast tödlich verunglückt. Wie so oft hatten die Kinder verbotenerweise am Holzlagerplatz geschaukelt, als die Bohlenschicht umschlug und die spielenden Müllerkinder unter sich begrub. Alle kamen zerschunden, aber unverletzt wieder zum Vorschein, Carolina hatte jedoch eine böse Wunde am Kopf davongetragen, die vom Bader versorgt werden mußte. Wieso uns diese Episode bis heute erhalten blieb? Nun, Anton Welzhofer wurde vor das Gögginger Landgericht zitiert, wo er sich wegen "vernachlässigter Aufsichtspflicht" verantworten mußte. Neben einer Verwarnung wurde auch eine saftige Geldstrafe verhängt. Offensichtlich sorgte sich der Staat damals mehr um seine künftigen Bürger als heute, wo man immer wieder zu lesen bekommt, daß die Behörden zwar über Kindesmißhandlung informiert waren, jedoch nicht oder nur halbherzig einschritten, bis es zu spät war. 1831 verstarb die Müllerin Thekla Welzhofer und 2 Jahre später folgte ihr der Müller Anton Welzhofer ins Grab. So ging der Mühlenbetrieb 1835 auf Sohn Martin Welzhofer über. Da sich der Müller bei der schweren Arbeit an der Säge einen Leistenbruch holte und außerdem mit einer Mehlstauballergie zu kämpfen hatte, mußte sein Weib Josepha kräftig mit anfassen.
 
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